Verband der Privaten Krankenversicherung

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Nachhaltig, kreativ und vernetzt: Prävention mit Spaß und Maß im Landkreis Konstanz

Im Laufe der letzten Jahre wurden in den Kommunen „Runde b.free Tische“ initiiert. Sie sind gleichsam Keimzellen lebendiger und immer größer werdender Netzwerke, die Alkoholprävention im engen Schulterschluss gemeinsam umsetzen. Mit dabei sind zum Beispiel die Polizeidirektion Konstanz, Suchtberatungsstellen und die Jugendagentur im Landkreis, fünf Rotaryclubs im Landkreis Konstanz, die Arbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit des Landkreises, einzelne Bürgerinnen und Bürger als Botschafter, ortsansässige Firmen und Unternehmen als Sponsoren, Ansprechpersonen aus Politik und Kommunalverwaltungen, Kliniken der Region, das Zentrum für Psychiatrie Reichenau, Selbsthilfegruppen, IHK und Handwerkskammer, Kinobetreiber, Autohäuser, Festveranstalter, Werbeagenturen, Schulen und Vereine. Immer mehr Partner kommen ständig hinzu und bringen wiederum ihre Ressourcen- und Netzwerkpotenziale in das Projekt mit ein. Dies eröffnet b.free stets neue Zugänge, Kompetenzen und auch finanzielle Mittel für die Weiterentwicklung des Projektes. Über Firmenspenden konnte zum Beispiel ein VW Bus angeschafft, Saftladen-Broschüren gedruckt und Kino- und Plakatwerbung geschaltet werden.

Alkoholprävention als Standortförderung

Eine weitere wichtige Kommunikations- und Kooperationsstrategie ist die Organisation der landkreisweiten b.free Discos in Kooperationen mit Vereinen, SWR3 und regionalen Radiosendern. Hierbei wird b.free als Partner der Jugendlichen positioniert. Gute Stimmung, faire Preise, moderne Musik, Hol- und Bringdienste, sowie variantenreiche alkoholfreie Cocktails werden von Jugendlichen und Veranstaltern sehr positiv aufgenommen. Immer häufiger kommen Festveranstalter mit Kooperationsanfragen auf b.free zu, weil das Projekt befriedet (Konsens bildet), die Stimmung verbessert und alle Partner auf gemeinsame und realistische Ziele orientiert.

Der Alkoholpräventionsansatz von b.free verbindet durchgehend Verhaltens- mit Verhältnisprävention. Menschen im Landkreis Konstanz werden direkt und im persönlichen Kontakt angesprochen und für die Anliegen der Alkoholprävention gewonnen. Zugleich treffen sie auf Plakate oder Kinospots, die nachdenklich machen, eine Auseinandersetzung provozieren. Wie im ganz aktuellen Plakat – unter der Überschrift „Party – und wie kommst du nach Hause?“ der Regionalzug, der Regionalbus, ein Krankenwagen, ein Polizeiwagen, ein Taxi und ein Leichenwagen zu sehen sind. Über vielschichtige und immer wiederkehrende Botschaften wird so in der süddeutschen Region ein Klima geschaffen, das Jugendschutz stark positioniert, Alkoholprävention mit Spaß und Erlebnis assoziiert, den Gemeinsinn fördert und Jugendlichen Chancen bietet, sich in einem starken Umfeld zu entwickeln. Davon profitieren die Netzwerkpartner und die gesamte Region. Sei es durch zurückgehende Polizeieinsätze, weniger Klinikeinweisungen, abnehmende Eskalationen bei Schulfesten, Klassenfahrten oder Treffen im öffentlichen Raum und wachsende Diskussionen um das Thema Gesundheit und Prävention in Familien, Schulen, Betrieben und Vereinen. Welche Zukunftsbedeutung Alkoholmissbrauchsprävention bei Jugendlichen hat, zeigt das Interesse der Kammern und Betriebe an diesem Thema. Diese haben vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels großes Interesse an wirkungsvollen Präventionsangeboten. Sie sind auf Auszubildende angewiesen, die ihre Freizeit aktiv gestalten und genießen und fit zur Arbeit erscheinen. Somit wird Alkoholprävention einer ganzen Region auch Teil der Standortförderung und b.free entwickelt sich auch zu einem Partnerprojekt der Wirtschaft. Dies wird auch seit mehr als einem Jahr deutlich durch die beiden Fahnen von b.free und der der Bodenseestandortmarketing GmbH: Sie hängen beide vor dem Eingang des Landratsamtes und sind nach Auskunft von Landrat Frank Hämmerle die „Flaggschiffe des Landkreises“.

Nachgefragt

„b.free vereint“ – unter dem Motto setzt sich die Aktion b.free nun auch in Sportvereinen für eine konsequente Einhaltung des Jugendschutzes, gesundheitsfördernde Vereinsaktivitäten und eine neue Festkultur ein. Alle Sportvereine und Ämter der Oberbürgermeister aus dem Landkreis Konstanz wurden über das neue Kooperationsangebot des b.free Netzwerkes angeschrieben und informiert. Mit der Ausweitung des erfolgreichen Konzeptes und den Angeboten von b.free auf Sportvereine wurden direkt Volltreffer erzielt. Mit der Sportschule des SC Freiburg, mit dem b.free eine Kooperation für eine Zusammenarbeit für Projekttage in Schulen im Landkreis Konstanz abgeschlossen hat, kann sich der Fußballnachwuchs in Workshops nun auch mit den Themen Stressabbau, Umgang mit Alkohol und anderen Suchtmitteln und alkoholfreies Feiern mit mehr Spaß fundiert auseinandersetzen. So eine Haltung und Feierfreude mit Sinn für Grenzen kommt der Fitness immer und Sportreibenden sowieso zugute. b.free erhält im Rahmen dieser Kooperation, die noch viele weitere Facetten aufweist, 1000 Freikarten für ein Freundschaftsspiel des erfolgreichen Vereins. Diese begehrten Ticket finden umgehend ihren Weg in b.free Ferienangebote für Kinder und Jugendliche aus der Region und ermöglichen Gemeinschaftserlebnisse ohne Alkohol. So sieht Prävention aus, die nachhaltig, kreativ und vernetzt Stück für Stück wächst und auf bürgerschaftlichem Engagement und Ideenreichtum aufbaut.

Projektträger

Landkreis Konstanz und die gem. Rotary b.free UG

Ansprechpersonen

Johannes Fuchs
Kommunaler Suchtbeauftragter und Leiter der Stabstelle Prävention - Sucht - Selbsthilfe - Bürgerschaftliches Engagement
Landratsamt Konstanz
Benediktinerplatz 1
78467 Konstanz
E-Mail: johannes.fuchs@lrakn.de

Stefan Gebauer
Kreisjugendpfleger
Landratsamt Konstanz
Außenstelle Kreisjugendamt Radolfzell
Otto Blesch Strasse 51
78315 Radolfzell
E-Mail: stefan.gebauer@lrakn.de


Porträt: b.free - nachhaltig, kreativ und vernetzt Prävention mit Spaß und Maß, Konstanz

PDF-Dokument, 2 Seiten

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Die 5 Phasen des Wettbewerbs

  1. Projekte einreichen
    15.05.2012 bis 24.08.2012
  2. Bewertung durch die Jury25.08.2012 bis 10.12.2012
  3. Bekanntgabe der Nominiertenab 11.12.2012
  4. Preisverleihung20.02.2013
  5. DokumentationEnde Februar 2013