Verband der Privaten Krankenversicherung

Verband der Privaten Krankenversicherung

Diese Website ist ein Service der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung



Musikrausch WettbewerbMusikrausch Wettbewerb


Aktuelle Trends erkennen und sich zunutze machen – dies verleiht Alkoholprävention Schubkraft und Popularität. Song Contests liegen in diesem Trend und sprechen eine Vielzahl junger Menschen an. Sie gehören durch Fernsehen, Internet, Printmedien, Social Media und Radio zu bekannten und beliebten Formaten. Zudem reagieren Jugendliche auf Musik- und Song Conteste und nutzen diese beispielsweise, um sich selbst, ihre Musik und ihre Botschaft zu präsentieren, um wahrgenommen zu werden, eigene Akzente zu setzen, Bekanntheit zu erreichen oder auch um ein Teil einer Gemeinschaft und Fan-Kultur zu sein. Der Caritasverband Osnabrück hat diesen Medien- und Jugendtrend für seine Zwecke erkannt und genutzt. Für die Zielgruppe der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen wurde der Wettbewerb „Musikrausch“ ins Leben gerufen, der 2013 bereits in die fünfte Runde geht. Anders als bei populären Formaten setzt der Wettbewerb auch thematische Anreize. Exzessiver Alkoholkonsum und seine Folgen, eigene Haltungen und Positionen zu einem brisanten Gesellschaftsthema spielen bei diesem Musikwettbewerb eine wichtige Rolle. Alkoholprävention erhält somit ein für Jugendliche spannendes Format und bietet eine authentische Auseinandersetzung im Peer-to-Peer Ansatz an und fordert in Kombination mit musikalischen und künstlerischen Ausdrucksformen dazu heraus, sich mit dem Thema Alkohol auseinander zu setzen, Erfahrungen zu reflektieren und mit anderen darüber in den Austausch zu treten. Es ist erstaunlich und spannend, welches breite Spektrum von bedrückenden, befreienden und ehrlichen Geschichten von den jungen Bands über Folgen des Alkohols erzählt werden und wie diese ein immer größer werdendes Publikum erreichen.

Attraktiv und mit Ausstrahlung – Alkoholprävention in neuen Settings

„Northern Star“, die Gewinner des Musikrausches 4.0 vom Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück präsentierten schon kurze Zeit später ihre neue Single „Wie im Rausch“. Es folgten Liveauftritte, die ersten eigenen Fans, Autogrammanfragen und ein großes regionales Interesse seitens der Presse. Auch das Label „Musikrausch“ wächst und ist inzwischen in Stadt und Landkreis Osnabrück eine feste „Institution“ mit hohem Bekanntheitsgrad in der Jugend- und Musikszene. Die bisher eingereichten Musikstücke der Jugendlichen überzeugen mit ihren Botschaften! Die Musikerinnen und Musiker mit ihren Songs, die Bühnenauftritte und das öffentliche Interesse spornen an, den Wettbewerb stetig weiter auszubauen. In 2013 wird der Musikrausch erstmalig mit zwei Städtepartnern Niedersachsens als Städtecontest durchgeführt. Regionale Szene- und Jugendmagazine begleiten das musikalische Casting und die Auftritte der Musikerinnen und Musiker im Finale des Wettbewerbs. Prämierte Songs werden über „YouTube“ und andere virtuelle Plattformen verbreitet und auch kommerzielle Plattenlabels sind inzwischen auf den Musikrausch aufmerksam geworden. Alkoholprävention hat über Musik den Weg in eine Jugendkultur gefunden, die für viele attraktiv ist und in weitere Jugendsettingsausstrahlt.

Alte und neue Kooperationspartner ziehen am gleichen Strang

Das regionale Netzwerk von HaLT (Hart am Limit), bestehend aus unterschiedliche Kooperationspartnern, die ihre jeweiligen Sichtweisen und Kompetenzen in das Projekt einbringen, hat sich gemeinsam für die Durchführung des Wettbewerbes Musikrausch entschieden. Sie haben bei der Bewerbung des Wettbewerbs, bei der Unterstützung der Bands und bei der Ausrichtung des Abschluss-Events aktiv mitgewirkt. Nach jedem Musikrauschwettbewerb bewerten alle miteinander Aufwand und erzielte Ergebnisse. Der Oberbürgermeister ist Schirmherr und gibt Alkoholprävention damit eine politische Bedeutung. Zum Netzwerk gehören weiterhin Landesschulbehörden, Schulen, Einrichtungen der Jugendpflege, der Jugend- und Suchthilfe, Polizei, Rettungsdienste, der Unternehmerverband Einzelhandel, regionale Krankenhäuser und Vertreter aus Verwaltung und Politik. Als neue Partner sind Plattenstudios, Produzenten, Musikgruppen und Veranstalter der örtlichen Musikszene und Sponsoren hinzugekommen. Auch diese Partner bringen sich als Ratgeber ein, sie werben für die Sache, sind Mitwirkende in Schulen und Vereinen, fördern und sponsern, wirken in der Jury mit und sorgen für motivierende Auftritte der erfolgreichen Bands nach Abschluss des Wettbewerbs. Immer mehr örtliche Medien ziehen mit, berichten ausführlich und engagiert. Je bekannter der Wettbewerb, desto besser für Alkoholprävention. Über Alkohol und seine Folgen muss eine breite gesellschaftliche und persönliche Auseinandersetzung stattfinden. Das Thema muss aus der Tabuzone herausgeholt, darüber gesprochen, gesungen und diskutiert werden. Musik ist dafür ein besonders geeignetes Medium. Aber ein Selbstläufer und Garant für den Erfolg ist dies noch nicht. Daher ist es wichtig, den Wettbewerb so breit wie möglich zu bewerben. Informationen werden über Plakate, Flyer, Handzettel, Booklets, die Nutzung der Social Communities und über Voting-Möglichkeiten auf YouTube in die unterschiedlichsten Kanäle gegeben. In der regionalen Berichterstattung wurde viel über den traditionellen Ossensamstag in Osnabrück berichtet, ein Fest, bei dem insbesondere viele Jugendliche aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums aufgefallen sind. Absichtlich wurde das Wettbewerbsevent in den vergangenen vier Jahren im Umfeld dieses Brauchtumstags platziert und die Kooperationspartner haben dafür gesorgt, dass dabei der Musikrausch Wettbewerb Beachtung findet. Einerseits wollte man von der Aufmerksamkeit profitieren und andererseits eine starke Alternative zum Feiern mit zu viel Alkohol setzen. Im Wettbewerb 5.0 gilt nun, weitere Städte und Jugendliche in Musikrausch zu versetzen.

Nachgefragt

Noch läuft die Vorauswahl in den Städten und Landkreisen von Osnabrück, Göttingen und Hannover bis es zum großen Finale der regionalen Siegerbands in der Contest-Location "Glanz und Gloria" kommt. Auf den Gewinner wartet ein attraktiver Gewinn, von dem jede Band nur träumen kann: Das eigene Album. Möglich wurde dieser Gewinn durch eine Aufstockung mit dem Preisgeld vom Bundeswettbewerb Alkoholprävention und durch das Sponsoring des Platten-Labels Timezone und des Tonstudios DocMaKlang. Neue Schirmherrin ist die Sozialministerin von Niedersachsen und in der Jury sitzen dieses Mal Vertreterinnen der letzten Siegerbands - der Musikrausch hält also unvermindert an! Für den Caritasverband ist besonders erfreulich, dass durch die Bands, ihre Musik und deren zunehmender Popularität wichtige Botschaften der Alkoholprävention weit über die beteiligten Landkreise und Städte herausgetragen werden und direkt bei den Zielgruppen ankommen. Musik ist seit jeher ein geeigneter Weg, um nah an den Menschen zu sein. Der Caritasverband Osnabrück nutzt dieses Medium weiterhin virtuos, einfallsreich und mit Gewinn für alle.

Projektträger

Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück

Ansprechperson

Monika Schnellhammer
Leitung - Fachambulanz für Suchtprävention und Rehabilitation
Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück
Johannisstr.91,
49074 Osnabrück
E-Mail: MoSchnellhammer@caritas-os.de


Porträt: Musikrausch Wettbewerb – Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück

PDF-Dokument, 3 Seiten

Download PDF (2,8 MB)


Weiterführende Inhalte

Suche

Die 5 Phasen des Wettbewerbs

  1. Projekte einreichen
    15.05.2012 bis 24.08.2012
  2. Bewertung durch die Jury25.08.2012 bis 10.12.2012
  3. Bekanntgabe der Nominiertenab 11.12.2012
  4. Preisverleihung20.02.2013
  5. DokumentationEnde Februar 2013